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Pützchens Markt wird 2013 um einen Tag verkürzt


von MB

24.01.2013 1:50

Die Kommunalpolitik hat entschieden: die diesjährige Ausgabe von Pützchens Markt (6. bis 10. September) in Bonn dauert fünf anstatt sechs Tage. Erst 2010 hatte man den umsatzstärksten 5-Tage-Markt in Deutschland um einen weiteren Tag verlängert. Dies ist jedoch nicht die einzige Änderung in 2013. Mit dem Wegfall des Aufgalopps in den Straußenwirtschaften bleibt es damit am Kirmesdonnerstag ruhig auf Pützchens Markt.

Keine After-Job-Party

Damit fällt die After-Job-Party im Festzelt zum Opfer und die Bierstände der Anlieger und Vereine bleiben geschlossen. Dies berichtet der „General-Anzeiger“ aus Bonn. Dem Beschluss sei eine lange Diskussion vorausgegangen, heißt es. Die Stadt hatte sich geweigert, für den Donnerstag Ausschankgenehmigungen für Vereins- und Privatstände zu genehmigen. Laut dem Gaststättengesetz seien gewerbliche Angebote dieser Art nicht erlaubt. Das war bereits im Dezember angekündigt worden, nun wurde nach einer Lösung gesucht.

Die Stadt hatte sich schließlich bereiterklärt, die After-Job-Party durchgehen zu lassen. Als eigenständiges Fest wäre es akzeptabel gewesen. Dagegen sprachen sich dann aber die Politiker aus. Günter Dederichs (CDU) sagte: „Wir können den Anliegern den Ausschank nicht verbieten, wenn wenige Meter weiter 2500 Menschen in einem Zelt bei Bier feiern dürfen. Das passt nicht und würde zu einem Aufstand der Pützchener Bürger führen.“

Verlängerung ab 2017?

Eventmanager Rico Fenoglio organisierte die Party auf dem Jahrmarkt drei Jahre lang. „Ich bedauere das sehr. Die Bonner wollen dieses Fest, das beweist die Beteiligung. Aber wir akzeptieren die Entscheidung, weil gleiches Recht für alle gelten muss. Persönlich hätte ich mit gewünscht, dass der Kirmesdonnerstag nicht gestrichen wird, weil dieser Auftaktabend bei den Bonnern immer besser ankam“, heißt es im „General-Anzeiger“. Wenn der Zeltbetreiber mitmacht, will er die Party dann auf den Kirmesfreitag verschieben. Die Stadt gab zudem bekannt, dass an einem Konzept zur Verlängerung des Volksfestes ab dem Jahr 2017 gearbeitet wird.