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Trierer Weiberfastnacht: Stadt plant Alkoholverbot


von MB

23.11.2012 12:46


Porta Nigra

Die Weiberfastnacht in Trier soll im kommenden Jahr ohne Alkohol über die Bühne gehen – zumindest von 9 bis 19 Uhr. Die Stadtoberen der rheinland-pfälzischen Gemeinde wollen unter dem Motto „Fröhlich feiern in Trier – aber sicher“ Alkohol auf den Plätzen und Straßen verbieten. Auch nicht erlaubt ist das Mitführen von Bier und Spirituosen. Nur für private Einkäufe werde eine Ausnahme gemacht, heißt es.

Lebensbedrohliche Alkoholvergiftungen

Als Grund gibt man an, dass alleine in diesem Jahr rund 60 junge Menschen mit lebensbedrohlichen Alkoholvergiftungen notärztlich behandelt werden mussten. Dies ist der Stadt anscheinend entschieden zu viel. Zudem seien 2.000 weitere Jugendliche stark betrunken gewesen. Dies habe in vielen Ausschreitungen und Straftaten gemündet, heißt es. Die Polizei sprach insgesamt rund 100 Platzverweise aus. Mit den Maßnahmen verhinderte man Massenschlägereien, die im Entstehen begriffen waren. „Das eigentliche Problem war, dass wir trotz großen Kräfteaufgebots keine treffenden Maßnahmen umsetzen konnten“, sagt der Trierer Polizeidirektor Werner Funk. Mittels eines solchen Verbotes könne man Gewalt und Ausschreitungen nachhaltiger eindämmen.

Hohe Geldbußen

Feiernde, die das Verbot nicht einhalten und auf öffentlichen Plätzen Alkohol trinken, müssen mit hohen Geldbußen rechnen. Die Strafe könne sich auf bis zu 5.000 Euro belaufen, berichtet, „About Drinks“. An der Weiberfastnacht 2013 herrscht auf dem Hauptmarkt zudem auch ein Glasverbot. „Wir bekommen nun endlich ein wirksames Handlungsinstrumentarium, das es uns ermöglicht, frühzeitig einzugreifen“ so der Polizeichef. Die kommende Weiberfastnacht in Trier findet am 7. Februar statt. Auch andere Städte in Rheinland-Pfalz haben dem Komasaufen zur närrischen Zeit den Kampf angesagt. In Mainz und Koblenz gibt es ähnliche Bestrebungen wie in Trier.